Ich wurde durch das Veterinäramt beim Landratsamt Lindau nach  

§ 11 Abs. 1 Nr. 8 f TierSchG geprüft.

 

 

Ich bin Mitglied im Kollegenkreis gewaltfreies Hundetraining

   

 

Geprüftes Mitglied im internationalen Berufsverband der Hundetrainer e.V.
 

        

Hundeerziehung mit Strafe oder positiver Motivation?

 

In der Hundeerziehung scheint es immer noch vollkommen „normal“ zu sein, dass man seinen Hund anschreit, an der Leine zieht oder auch mal mit dem Fuß in die Seite zu tritt. Wenn der Hund nicht „gehorcht“ wird mit Schlüsseln, Wurfdiscs,  Rappeldosen, Wurfketten und Wasserpistolen nachgeholfen, damit er dieses Fehlverhalten zukünftig nicht mehr zeigt. Im Fernsehen wird es ja so vorgemacht und innerhalb einer Stunde (längereSendezeit ist nicht vorhanden) wird dem Hund mit solchen Mitteln beigebracht sich anständig zu benehmen. Manchmal scheint es so als wartet man darauf dass der Hund falsch reagiert um ihn dann korrigieren zu können. Warum nur…

 

Wenn ich mich dafür entscheide, meinen Hund gewaltfreizu erziehen, stellt sich die Frage, was habe ich nun für Alternativen zu den o.g. Erziehungswerkzeugen? Ich muss dem Hund über positive Motivation, das Lernenvereinfachen. Ich kann ihm zeigen, wie er sich in unserer Menschenwelt, in die ich ihn ja geholt habe, zu verhalten hat. Ich muss ihm beibringen was er tunsoll und nicht was er nicht darf. Gewaltfreies Hundetraining heißt nicht, dasses für unsere Hunde keine Grenzen gibt. Grenzen sind Regeln die sich aus dem Zusammenleben ergeben. Jeder Hundehalter hat in dem Zusammenleben mit seinen Hunden andere Grenzen und diese heißt es dem Hund beizubringen. Belohnungen für richtiges Verhalten können sein Leckerchen, Spiel, einfach nur mal ein gutes Wort oder ein liebevoller Streichler. Die Angst, dass ich bei positiver Motivation ein ganzes Hundeleben mit Würstel in der Tasche rumlaufen muss, ist daher völlig unbegründet. Wenn die Hunde richtig aufgebaut wurden dann wird dieMotivation durch eine variable Belohnung nur noch größer. Zum Beispiel kann ichmeinen Hund auch einfach mal mit etwas belohnen was er gerne möchte. AlsBeispiel: Ich weiß, dass mein Hund sehr gerne ins Wasser geht. Möchte ich jetztein Signal üben, dann kann ich den Hund zur Belohnung auch mal ins Wasserschicken, denn das ist es ja was er gerne möchte. Schon habe ich eine Belohnungaus der Natur gefunden.


Die Gefahren der Erziehung überStrafe liegen klar auf der Hand wenn ich mich ein wenig mit dem Lernverhaltender Hunde befasse. Sie liegen unter anderem darin, dass unsere Hunde über Verknüpfung lernen. Alle Erfahrungen die der Hund macht, verknüpft er mit der Umgebung sowie mit vorhandenen Reizen. Negative Reize, z.B. Schmerz, Schreck und Angst verknüpft er auch mit demjenigen der in seiner Umgebung ist. Auch das was er in dem Moment des Reizes anschaut, kann in der Verknüpfung miteinbezogen werde. Inwieweit das unserer „Beziehung“ oder besser unserer Freundschaft schaden kann, kann sich wohl jeder vorstellen. Dies ist nur einPunkt den ich hier ansprechen möchte, es gibt noch viele mehr.  

 

Die Gefahren bei der Erziehungsarbeit mit positiver Motivation sind ganz offensichtlich. Es kann passieren, dass mein Hund mal eine Belohnung im falschen Augenblick bekommt, oder vielleicht nicht bekommt. Aber was ist daran der Schaden??? Er hat entweder mal ein Würstel zuviel oder auch zuwenig bekommen, was ihm und auch mir aber keinengrößeren Schaden zufügt und meine bisherige Erziehungsarbeit nur wenig bis gar nicht beeinträchtigt.

Weiter dauert diese Methode vielleicht etwas länger, dafür habe ich einen Hund der Freude und Spaß bei der Sache ist, unsere Beziehung zueinander wächst und nicht durch negative Emotion beeinträchtigt wird. Es verlangt entsprechende Konsequenz und Fairness, denn kein Hund kannrichtiges Verhalten lernen, wenn er z.B. mal auf das Sofa darf und manchmal auch wieder nicht. Das müssten wir Menschen doch hinbekommen ;-)

 

Das wichtigste Argument für dieArbeit mit positiver Motivation ist für mich aber ein ethischer Gesichtspunkt. Kein Lebewesen hat es verdient durch schlagen, brüllen und an der Leine rucken verängstigt zu werden!!! Ich habe mir einen Hund wissendlich ausgesucht, ob als Welpen oder als erwachsenen Hund, um ihn als Freund in der Familie aufzunehmenund nicht um Aggressionen und Druck an diesem „Ältesten Freund des Menschen“ auszulassen.

Ganz gleich wie Sie Ihren Hund erziehen möchten, überlegen Sie vorab genau ob sie so manche Ratschläge von Erziehungsmethoden wirklich anwenden möchten.  

 

Dies soll hier nur ein kleiner Ausschnitt zu diesem Thema sein und ich hoffe ich konnte Sie ein wenig zum nachdenken anregen.

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

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